GEMA 2.0

Immer wieder werde ich als Pirat gefragt, wie denn die Künstler im Netz überleben sollen und woran sie verdienen können, wenn alles umsonst sein soll. Schon durch die Fragestellung merkt man die Einflußnahme des “Qualitätsjournalismus” auf die Bürger. Es wird dort immer vom Schutz der Urheber gesprochen, gemeint sind aber die Verwerter.

Es muß ganz klar unterschieden werden, zwischen Urheber, Künstler und Verwerter. Fakt ist das der Künstler in dem von der Politik favorisiertem Modell, (diese Grafik wurde auf der Site entfernt, habe sie aber an anderer Stelle im Netz wieder gefunden) eh fast gar nichts verdient. Wird in der Politik vom Schutz der Urheber gesprochen, geht es hier um Verwerter die Künstler und Autoren über Jahre mit sittenwidrigen Verträgen an sich knebeln und die Verwertungskette plündern.

Das dies so funktioniert ist die ganz klare Einflußnahme der Musikindustrielobby auf die Politik, die scheinbar dieses fragwürdige, ja schon fast kriminelle  System, auch noch unterstützt und die Lobbyisten hofiert. Zusätzlich werden GEMA Autoren zensiert, da Sie über die Nutzungsart Ihre Werke nicht frei entscheiden dürfen.

Heutige Produktionstechniken und das Netz benötigen aber nur noch Hörer, Musikliebhaber und schnelle Server. Eigentlich müsste, würde die Politik es ehrlich meinen, der Künstelr/Urheber vom Gesetzgeber vor der Contenmafia geschützt werden. Aber weit gefehlt. Aufgrund der verpennten technischen Entwicklung auf allen Ebenen, bleibt den Künstlern und Musikern eigentlich nur noch das ohnmächtige Gefühl, das es dem Staat völlig egal ist was mit seinen Kreativen passiert. Sie sind die eigentlichen Leidtragenden.

Deshalb wird von der Piratenpartei ein Modell entwickelt das die Urheber und Künstler ordentlich und angemessen vergüten soll.

Das Modell nennt sich GEMA 2.0. (Arbeitstitel) Hier kann jeder mitdiskutieren und sich mit seinen Ideen einbringen.

Gerade Musiker, GEMA “Freunde” und unabhängige Autoren sind eingeladen sich an der Diskussion zu beteiligen.

(update) Soeben fand ich noch diesen Artikel, der gut zu diesem Thema passt.

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