Im Blog der Jazz-Zeitung erschien soeben ein Artikel der mal wieder sehr schön die Probleme der GEMA veranschaulicht und erklärt warum die GEMA kein Interesse an Reformen hat.
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GEMA adé?
Dienstag, 15. Juni 2010Die GEMA hat nichts zu verbergen?
Montag, 31. Mai 2010Als ich letzte Woche die Meldung “Betrugsverdacht bei der GEMA” las, dachte ich natürlich sofort an das naheliegendste Szenario, GEMA schüttet nicht an die Urheber aus. Überall liest und hört man ja von GEMA Mitgliedern, dass die GEMA nicht korrekt an ihre Mitglieder auszahlt. Das auch andere Betrugsmöglichkeiten bestehen, daran dachte ich erst gar nicht.
Nach der Pressekonferenz war klar um was es geht. Einige GEMA Mitglieder hatten über einen nicht genannten Zeitraum Live-Programm Listen bei der GEMA eingereicht, die ausgedacht waren. Der Auftritt fand also gar nicht statt. Innerhalb der GEMA wurden diese von eingeweihten Mitarbeitern, die fristlos entlassen wurden, dann wie ein gespielter live Auftritt behandelt. Gelder von Veranstaltern wurde also gar nicht eingenommen. Da aber Geld für diese “Gigs” an die Urheber überwiesen wurde, entstand der GEMA so ein direkter, nicht benannter Schaden.
Dadurch wird klar warum die GEMA selbst Strafanzeige erstattete. Die ordentlichen Mitgliedern hatten den Schaden und es war weniger an diese zu verteilen. Denn ginge es um Gelder einzelner angeschlossener oder ausserordentlicher Mitglieder, hätte die GEMA sich sicher nicht bewegt, da diese eh nur als “Systemsklaven” für die ordentlichen Mitglieder der GEMA anschaffen.
Zusätzlich war dieser Betrugsfall eine willkommene Gelegenheit für den GEMA Vorstand sich in der Öffentlichkeit als gut funktionierendes System zu präsentieren. (siehe GEMAwatch) Das war dringend nötig, da nach der Petition, die GEMA unter Druck geriet.
Der übelste Satz innerhalb der Pressekonferenz kam dann von GEMA Vorstand Heker selber. Er sagte tatsächlich mehrfach: “Die GEMA hat nichts zu verbergen”.
Dieser Satz ist nicht nur zynisch sondern auch ein Schlag ins Gesicht aller “kleinen” GEMA Mitglieder, die immer wieder, meistens ohne Erfolg, um ihre Gema-Tantiemen kämpfen müssen. Das undurchsichtige Ausschüttungssystem, das von kaum einem verstanden wird, ist so intransparent und verworren, dass es bestens für die ordentlichen Mitglieder geeignet ist, sich an den Geldern aus “nicht zuzuordnenden Einnahmen” zu bedienen. Das fatale an diesem Zustand ist, das nur ordentliche Mitglieder Einfluss auf Änderungen im Wahrnehmungsvertrag haben.
Die GEMA hat also sehr wohl etwas zu verbergen. Sie ist undemokratisch, ungerecht und intransparent. Da hilft auch keine Pressekonferenz in der Fragen von Journalisten per eMail oder Chat gestellt werden dürfen, die man gar nicht sieht. Wer garantiert das diese Fragen auch tatsächlich von Journalisten stammen und nicht von GEMA Mitarbeitern selber. Bei mir entstand während der Pressekonferenz jedenfalls der Eindruck, dass die gestellten Fragen gezielt zur positiven Darstellung der GEMA genutzt wurden.
GEMA-Petition – Mitschnitt der Anhörung
Mittwoch, 19. Mai 2010Gestern wurde die Aufzeichnung der GEMA Petition vom 17.05.2010 auf bundestag.de gesendet. Leider ist diese Aufzeichnng nicht in der Mediathek des Bundestages zu finden.
Heute veröffentlichte die neue Musikzeitung einen Audiomitschnitt unter folgendem Link. http://piraten.in/691
(Ein bischen nach unten scrollen
)
Piratenpartei sieht sich in ihrer Kritik an der GEMA bestätigt
Mittwoch, 19. Mai 2010Pressemitteilung Piratenpartei – Veröffentlicht am 18. Mai 2010
Gestern tagte der Petitionsausschuss des Bundestages [1] und behandelte dabei auch drei Petitionen, die eine Überarbeitung der GEMA forderten. Die erfolgreichste davon hatte über 106.000 Mitzeichner gefunden. Die Piratenpartei sieht ihre Kritik an der GEMA durch den Ausschuss vollständig bestätigt und fordert den Bundestag auf, jetzt entsprechend zu handeln.
»Dies ist nun nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs in 2005 und den Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland” im Jahr 2007 das dritte Mal, dass festgestellt wird, dass das intransparente Arbeiten der GEMA den Interessen der Mitglieder widerspricht«, so Andreas Popp, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei. »Es ist höchste Zeit, dass den Worten nun Taten folgen. Kultur muss sich in Deutschland auch für kleine Urheber wieder lohnen.«
Vor allem der Verteilungsschlüssel der eingenommenen Gelder bedarf nach Ansicht der Piratenpartei dringender Erneuerung. Für jedes Mitglied muss klar und einfach nachvollziehbar sein, wie die eingenommenen Gelder verteilt werden. Aber auch die Mitspracherechte der über 50.000 angeschlossenen Mitglieder müssen grundlegend überarbeitet werden. Zur Zeit haben diese keinerlei Möglichkeit, auf die Arbeit der GEMA Einfluss auszuüben.
»Das Arbeitsmodell der GEMA stammt noch aus einer Zeit, als es für kleine Künstler nur schwer möglich war, ihre Rechte selbständig wahrzunehmen. Dies ist glücklicherweise heute nicht mehr so. Die GEMA muss sich nun endlich der veränderten Realität anpassen«, so Popp weiter.
[1] Forderung nach grundlegender Reform der GEMA – Petitionsausschuss – 18.05.2010
Anhörung zur GEMA-Petition am 17. Mai 2010
Montag, 19. April 2010Wie auf der Website der neuen musikzeitung zu lesen ist, findet die Anhörung zur GEMA-Petition im Deutschen Bundestag am 17. Mai 2010 statt.
Gespannt bin ich darauf ob der Petitionsauschuß die Problematiken mit der Verwertungsgesellschaft überhaupt erkennt und welche “Sachverständige” und “Experten” dazu eingeladen werden. http://piraten.in/5u5
Einen etwas älteren Artikel zu dem Thema finden Sie hier in meinem Blog
GEMA Aufsichtsrat endlich auf “Bankster” Niveau.
Freitag, 11. Dezember 2009Es ist ja schon länger bekannt, daß innerhalb der GEMA Veränderungen geplant sind. Nun sind die Pläne für die Umstrukturierungen in einer Pressemeldung der GEMA veröffentlicht worden.
Wie diese Umstrukturierung aussieht und wie der Aufsichtsrat dies feierte, ist in der neuen Musikzeitung unter folgendem Link zu lesen.
Die ehemaligen Mitarbeiter der GEMA verdienen wirklich Mitleid und auch die vielen Autoren die immer noch auf ihr Geld von 2008 warten.
Da die Politik scheinbar in Sachen GEMA, die ja schon länger wegen ihrer Machenschafften auffällt, keinerlei Regung zeigt, empfehle ich allen sich das Programnm der Piratenpartei einmal etwas näher anzuschauen.
Klarmachen zum Ändern!
Creative Commons vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages analysiert.
Donnerstag, 19. November 2009Kurzinfo
Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Wie ich heute Morgen über Twitter erfuhr hat der wissenschaftlichen Dienst des Bundestages eine Analyse zu dem Begriff “Creative Commons” erarbeitet und spricht darin auch die schon länger bekannten Problematiken mit den Verwertungsgesellschaften an. Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Politik. Die Analyse gibt es als PDF download unter folgendem Link.
> http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/creative_commons.pdf


