Artikel-Schlagworte: „Urheberrecht“

Dokument zur Reform des Urheberrechts von DB Research

Donnerstag, 22. Juli 2010

Heute fand ich im Netz bei gulli.com eine Studie der Deutschen Bank Research zur Reform des Urhebrrechts mit dem Titel “Der Pirat in uns”. Nachdem ich das Dokument gelesen hatte, war ich wirklich angenehm überrascht.

Textpassagen wie “Das Urheberrecht in seiner extremen Form „all rights reserved“ kann Kreativität unterdrücken. Im schlimmsten Fall hemmt es dadurch Innovationspotenzial” und “Eine erfolgreiche Urheberrechtsreform kann gelingen, wenn neben den Rechteverwertern, den Künstlern selbst auch die Interessen der Internet-Nutzer mit angehört werden”, hätte ich nun von so einer Institution nicht erwartet.

Mit Anwendungsbeispielen vorgestellt wird auch das Modell “some rigths reserved” (Creative Commons).

Unbedingt Lesenswert. Hier der Downloadlink zum PDF

http://www.dbresearch.de/PROD/DBR_INTERNET_DE-PROD/PROD0000000000260204.pdf

GEMA adé?

Dienstag, 15. Juni 2010

Im Blog der Jazz-Zeitung erschien soeben ein Artikel der mal wieder sehr schön die Probleme der GEMA veranschaulicht und erklärt warum die GEMA kein Interesse an Reformen hat.

> Hier gehts zum Artikel

Flattr Kritik die 2.

Dienstag, 8. Juni 2010

Beim surfen fallen mir immer häufiger Blogs und Websites auf die den Flattr Button eingebunden haben. Was mich dabei stört sind Buttons unter Content der ebenfalls eingebunden ist.

So ist es jedem Site Betreiber möglich, zum Beispiel Youtube Videos oder andere freie Inhalte, mit einem Flattr Button zu versehen und dafür Geld zu kassieren. Das ist meiner Meinung ein riesen Problem, da nicht der Ersteller des Contents belohnt wird, sondern nur derjenige der diesen Content weiterreicht.

Nutzt man CC für seine Inhalte, ist ja je nach CC Modell, gewünscht das der Content verbreitet wird, allerdings ohne weitere kommerzielle Verwertung. Kassiert ein Blogbetreiber für diesen Inhalt von Flattr Geld, müsste er eigentlich dem Urheber einen Anteil abtreten, da ja  in diesem Fall eine kommerzielle Verwertung vorliegt.

Das Geschäftsmodell stimmt also vorne und hinten nicht und ich bin gespannt wann es die ersten juristischen Gemetzel gibt.

Buchtipp – Copy.Right.Now!

Mittwoch, 19. Mai 2010

Heute empfehle ich ein neues Buch mit dem Titel “Copy.Right.Now! – Plädoyer für ein zukunftstaugliches Urheberrecht”, herausgegeben von der Heinrich Böll Stiftung in Zusammenarbeit mit iRights.info.

18 Autoren, unter anderem auch Jens Seipenbusch, Vorsitzender der Piratenpartei, beschreiben hier wie sie sich die Zukunft des Urheberrechts vorstellen. Für Laien ist im Anhang ein kleines Glossar zu finden.

Zu bestellen ist das kostenlose Buch mit 136 Seiten im Paperbackeinband  direkt hier auf der Website der Heinrich Böll Stiftung. Einfach dort über den Kontakt ein eMail senden. Die Lieferung dauert ca. 1 Woche. Es fallen lediglich 1,50 € Versandkosten an, die per Überweisung nach Lieferung zu zahlen sind.

Wer das Porto von 1,50 € sparen möchte kann sich die Lektüre auch hier als PDF saugen.

GEMA-Petition – Mitschnitt der Anhörung

Mittwoch, 19. Mai 2010

Gestern wurde die Aufzeichnung der GEMA Petition vom 17.05.2010 auf bundestag.de gesendet. Leider ist diese Aufzeichnng nicht in der Mediathek des Bundestages zu finden.

Heute veröffentlichte die neue Musikzeitung einen Audiomitschnitt unter folgendem Link. http://piraten.in/691

(Ein bischen nach unten scrollen ;-) )

Piratenpartei sieht sich in ihrer Kritik an der GEMA bestätigt

Mittwoch, 19. Mai 2010

Pressemitteilung Piratenpartei – Veröffentlicht am 18. Mai 2010

Gestern tagte der Petitionsausschuss des Bundestages [1] und behandelte dabei auch drei Petitionen, die eine Überarbeitung der GEMA forderten. Die erfolgreichste davon hatte über 106.000 Mitzeichner gefunden. Die Piratenpartei sieht ihre Kritik an der GEMA durch den Ausschuss vollständig bestätigt und fordert den Bundestag auf, jetzt entsprechend zu handeln.

»Dies ist nun nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs in 2005 und den Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland” im Jahr 2007 das dritte Mal, dass festgestellt wird, dass das intransparente Arbeiten der GEMA den Interessen der Mitglieder widerspricht«, so Andreas Popp, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei. »Es ist höchste Zeit, dass den Worten nun Taten folgen. Kultur muss sich in Deutschland auch für kleine Urheber wieder lohnen.«

Vor allem der Verteilungsschlüssel der eingenommenen Gelder bedarf nach Ansicht der Piratenpartei dringender Erneuerung. Für jedes Mitglied muss klar und einfach nachvollziehbar sein, wie die eingenommenen Gelder verteilt werden. Aber auch die Mitspracherechte der über 50.000 angeschlossenen Mitglieder müssen grundlegend überarbeitet werden. Zur Zeit haben diese keinerlei Möglichkeit, auf die Arbeit der GEMA Einfluss auszuüben.

»Das Arbeitsmodell der GEMA stammt noch aus einer Zeit, als es für kleine Künstler nur schwer möglich war, ihre Rechte selbständig wahrzunehmen. Dies ist glücklicherweise heute nicht mehr so. Die GEMA muss sich nun endlich der veränderten Realität anpassen«, so Popp weiter.

Quelle: Website Piratenpartei

[1] Forderung nach grundlegender Reform der GEMA – Petitionsausschuss – 18.05.2010

Creative Commons vom wissenschaftlichen Dienst des Bundestages analysiert.

Donnerstag, 19. November 2009

Kurzinfo
Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Wie ich heute Morgen über Twitter erfuhr hat der wissenschaftlichen Dienst des Bundestages eine Analyse zu dem Begriff “Creative Commons” erarbeitet und spricht darin auch die schon länger bekannten Problematiken mit den Verwertungsgesellschaften an. Hier besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Politik. Die Analyse gibt es als PDF download unter folgendem Link.

> http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2009/creative_commons.pdf

> Hier noch ein etwas älterer Blogeintrag  zu diesem Thema